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Erschöpft, müde, ausgebrannt – gefangen in einem Burnout

Kennen Sie solche Tage, an denen es Ihnen schwer fällt, morgens aus dem Bett zu steigen und in den Tag zu starten? Bestimmt. Nach einer anstrengenden Arbeitswoche, einer kurzen Nacht oder einem vollen Terminkalender ist unsere Energie manchmal aufgebraucht und wir sind erschöpft. Spätestens am Wochenende erholen wir uns aber wieder von den Strapazen. Einige Menschen jedoch können ihre Energiebatterien nicht mehr laden. Diese Menschen fühlen sich ausgebrannt, energielos, erschöpft und es wächst ihnen alles über den Kopf. Dieser Zustand nennt man Burnout.

Körperliche, emotionale und geistige Erschöpfung sind die Anzeichen für ein Burnout. Ein Zustand, der oftmals durch hohe Arbeitsbelastung hervorgerufen wird und eine schwere Depression auslösen kann. Wer auf der Arbeit dauernd Höchstleistungen erbringen muss, dabei auch noch nach Perfektion strebt und keine ausgewogene Work-Life-Balance pflegt, läuft Gefahr in einer vollkommene Erschöpfung – ein Burnout – zu enden.

Alarmstufe rot
Ein Burnout kann jeden von uns treffen. Es ist ein schleichender Prozess, der oftmals lange ignoriert wird. Die Erschöpfung nimmt zu, die Lust an der Arbeit und Freizeit nimmt ab. Betroffene können sich nicht mehr erholen, weder am Wochenende noch in den Ferien. Müdigkeit, Erschöpfung und Angstzustände dominieren den Alltag. Manche greifen zum Alkohol, andere ziehen sich komplett aus ihrem sozialen Umfeld zurück. Es fehlt die Energie – jeder Tag wird zum Kampf. Für manche gibt es nur einen Ausweg: Suizid.

Häufig sind Menschen von einen Burnout betroffen, die sehr hohe Anforderungen an sich selber stellen und zu Perfektionismus neigen. Es ist ein Teufelskreis. Betroffene merken, dass sie an Grenzen stossen, passen ihre unerreichbaren Ziele aber nicht an die veränderten Möglichkeiten an, sondern reagieren mit Hyperaktivität.

Wie kann ein Burnout erkannt werden? Sind Sie Burnout-gefährdet?
Machen Sie unseren Burnout-Selbsttest (PDF) oder wenden Sie sich direkt an die Klinik Schützen.

Wer erkennt, dass er vermutlich an einem Burnout leidet, hat bereits einen ersten entscheidenden Schritt geschafft. Nun gilt es zu handeln.

Burnout – was nun?
Erschöpfung, Müdigkeit, Angstzustände – so kann es nicht weitergehen. Es gilt die Situation zu entschärfen, sich vom Druck zu entlasten und Unterstützung zu holen. Sind Sie betroffen? Dann suchen Sie Ihren Hausarzt auf. Gemeinsam mit ihm können Sie die weiteren, für Sie sinnvollen Schritte bestimmen. Ihr Behandlung sollte individuell und nach Ihren Bedürfnisse und ausgerichtet an Ihrer Lebenssituation gestaltet sein.

Die Überwindung ist manchmal gross, sich Hilfe zu holen. Unser Stolz steht uns im Weg. Wir haben Angst als Versager oder schwach zu wirken. Oftmals versuchen Betroffene ihre Erschöpfung zu akzeptieren oder verdrängen sie. Damit ist aber niemandem geholfen. Dem Betroffenen geht es schlecht und auch die Arbeitsleistung und das soziale Umfeld leiden unter der Situation. Dieser Stolz ist hier absolut fehl am Platz. Hilfe ist wichtig, um den Weg aus dem Teufelskreis zu schaffen.

Mit professioneller Unterstützung im Rahmen einer stationären oder ambulanten Therapie haben Depressionen gute Heilungschancen und der Patient findet wieder zurück in einen lustvollen und zufriedenen Alltag.

Behandlung in der Klinik Schützen
Die Klinik Schützen ist spezialisiert auf sogenannte Burnout-Erkrankungen. Am Anfang steht eine detaillierte Erfassung der Symptome und auf dieser Basis eine klare Diagnose. Aus medizinischer Sicht liegt einem ausgeprägten Burnout häufig eine Erschöpfungsdepression zu Grunde. Unsere spezialisierten Behandlungskonzepte, sehen folgende Schritte vor:

  • Kurzfristig: den Patienten und die Patientin entlasten, Krankheitssymptome behandeln und regenerieren
  • Mittelfristig: die Arbeit, die Lebensgestaltung und das Freizeitverhalten verändern und eine dafür erforderliche persönliche Entwicklung unterstützen
  • Langfristig: ein ausgeglichenes und erfülltes Leben führen helfen

Die Therapieprogramme sind vielfältig. Im Fokus steht die Gesprächstherapie, die den Patientinnen und Patienten die Möglichkeit gibt, Ängste und Sorgen anzusprechen. In der Körper- und Kreativitätstherapie kann sich der Körper entspannen und der Geist loslassen. Wie die Therapie gestaltet ist und wie lange sie dauert, ist von Mensch zu Mensch verschieden.

Zurück in den Alltag
Nach einer Therapie ist es oftmals schwierig, wieder in den Alltag zurück zu kehren. Es besteht die Gefahr in alte Muster zurück zu fallen. Eine weiterführende ambulante Behandlung bei einem Therapeuten, die bewusste Beibehaltung des Gleichgewichts zwischen Arbeit und Freizeit sowie die Unterstützung durch Arbeitskollegen, Freunde und Familie sind für eine erfolgreiche Rückkehr entscheidend.

In unserer Serie „Betroffene berichten“ erzählt ein Patient über sein Burnout, die Zeit in der Klinik und seine Rückkehr in den Alltag. Lesen Sie hier seine Geschichte „Burnout überwinden“.

WEITERFÜHRENDE INFORMATIONEN

Sehen Sie zum Thema folgende TV-Beiträge

VERÖFFENTLICHT AM 11. OKTOBER 2017

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